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Schatten – Wie sie dein ganzes Leben beeinflussen

Was bedeuten Schatten und was sagen sie über dich aus? Kannst du dir vorstellen, dass du ständig mit diesen Schatten konfrontiert wirst?

Die Idee der Schatten ist durch den bekannten Psychiater und Mitbegründer der analytischen Psychologie Carl Gustav Jung entstanden. Mittlerweile hat sich darum ein richtiges Gebiet namens „Schattenarbeit“ etabliert. Viele Menschen haben die positive Wirkung mit der Beschäftigung von Schatten erkannt und setzen diese auch erfolgreich um. Das Konzept ist für mich schlüssig und zumindest wert, sich damit näher zu beschäftigen. Um den Begriff Schatten zu erklären, müssen wir uns vorerst mit einem anderen Gesetzt befassen.

Das Polaritätsgesetz

In meinem Beitrag Glücklich sein hatte ich über das Yin und Yang Symbol und deren Bedeutung berichtet. Um tiefer in die Materie zu gehen, betrachte das Yin und Yang einmal als zwei verschiedene Pole. Diese Pole können nicht mit, aber auch nicht ohne. Sie stoßen einander ab und bedingen sich trotzdem einander. Insgesamt ergeben sie dennoch eine Einheit.

Beispiele dafür sind:

  • Tag und Nacht
  • Ein- und Ausatmen
  • Wachzustand und Traum
  • Die Gezeiten

Was ist daran jetzt besonders interessant? Stelle dir vor, dass du jeweils nur einen Pol empfinden könntest. Du würdest ständig nur den Tag oder nur negative Momente erleben. Der jeweils andere Pol würde nicht existieren. Das bedeutet, du könntest keinen Unterschied erfahren. Das jeweilige Gegenteil existiert für dich nicht. Dadurch kannst du den negativen Moment nicht als “negativ“ einstufen, weil der passende Pol “positiv“ nicht da ist.

Wir erleben unser Welt durch das Erfahren von Polen und Gegensätzen. Stelle dir eine Kurve vor, die ständig zwischen Extrempunkten schwingt.

bild-welle-schattenarbeit

Wir sehen den Rhythmus von Tag und Nacht. Die Sonne hat einen bestimmten Höchststand. Dieser definiert einen Extrempunkt, welchen die Kurve durchläuft. Danach wendet die Kurve und bewegt sich Richtung Nacht, wo sie auch wieder einen Höhepunkt findet. Übrigens: Wenn du die Kurve wieder zusammenführen würdest, hättest du zum Schluss wieder einen Kreis, der symbolisch für die Einheit von Yin und Yang steht. Als Erinnerung dazu die mathematische Herleitung.

Schatten und deren Entstehung

Unser Leben ist also ein Zusammenspiel zwischen Polen, die insgesamt eine Einheit ergeben. Wenn du dich für etwas entscheidest, nimmst du eine bestimmte Haltung an. Diese ist letztendlich auch ein Pol. Zum Beispiel sagst du: „Das ist schön, das will ich auch haben!“ Du legst fest, dass du diesen Gegenstand schön findest. Du entscheidest dich damit gleichzeitig dagegen, dass der Gegenstand hässlich ist. An sich ist er allerdings weder schön, noch hässlich. Er ist eine Einheit und du spaltest ihn auf und nimmst einen Pol ein. So funktioniert das ebenfalls mit Charaktereigenschaften und Lebensweisen.

Immer wenn du dich für etwas entscheidest, hinterlässt du einen nicht gelebten Gegenpol. Genau diesen Gegenpol nennt man Schatten. Damit ist klar, dass jeder von uns Schatten hat, weil wir alle auf eine unterschiedliche Art leben. Wenn du dir Ziele etc. setzt, musst du die Einheit zwangsläufig trennen. Nur wenn du wie ein Mönch ohne Ansprüche leben würdest, könntest du mehr oder minder das Leben einfach auf dich zukommen lassen. Doch bei uns in der westlichen Welt funktioniert das nun mal nicht wirklich.

Das Analogiegesetz

Wir brauchen noch mehr Informationen, bevor ein schlüssiges Bild entsteht. Halte durch, es lohnt sich! Dein Leben ist der Spiegel deiner Gedanken. Diesen Spruch kennst du sicher? Er beruht auf dem Analogiegesetzt (link). Zusammengefasst bedeutet es, dass innen wie außen und außen wie innen ist. Deswegen sagt man, dass dein Innenleben deine äußere Welt wiedergibt. Umgekehrt kannst du auch von deiner Umwelt Rückschlüsse auf deine derzeitigen Gedanken ziehen. Behalte diese Idee im Kopf!

Unterbewusstsein und Persona

Nach C.G. Jung gibt es einmal das Unterbewusstsein und die Persona. Die Persona ist praktisch deine aufgesetzte Brille, mit der du das Leben betrachtest. Sie ist sozusagen dein Ego. Doch dein “Ich“ besteht noch aus deinem Unterbewusstsein. In dieses werden die Schatten automatisch verschoben. Doch sie sind real, obwohl du sie offensichtlich nicht mitbekommst. Schließlich hast du Glaubenssätze, die du lebst. Beispielsweise denkst du, dass man nie faul sein darf. Also ackerst du wie ein Blöder und erreichst damit auch viel. Wo ist dann der gegenteilige Faulpelz in dir, wenn der Schatten im Unterbewusstsein aktiv ist?

Dein Leben ist eine Projektion deiner Schatten

Tückisch, dein Unterbewusstsein projiziert deine Schatten und erschafft dadurch deine Umwelt. Klingt verrückt? Stimmt, aber bleibe dran: Erst mal geht das einher mit dem beschriebenen Analogiegesetz. D.h. es gibt eine Verbindung zwischen dir und deiner Außenwelt.

Das Unterbewusstsein funktioniert je nach Mensch mehr oder weniger über wertungsfreie Bilder. Alles was tief darin verankert ist, drückt sich in deinem Leben aus. Eine kleine Übung: Betrachte zunächst dein Leben mit Hilfe des Analogiegesetzes. Gibt es da Verbindungen zu deinen gedanklichen Überzeugungen? Was ist mit den Menschen um dich herum? Wie ist dein Umfeld? Durch was definierst du dich? Versuche dieses Experiment einmal.

Alle nicht gelebten Aspekte und Pole spiegeln sich in deiner Umwelt wider. Wo verstecken sich also die vom Unterbewusstsein projizierten Schatten? Sie drücken sich ebenfalls wie deine Glaubenssätze in Form deiner Umwelt aus.

Wie du deine Schatten erkennst

Schatten zu identifizieren ist nicht so schwer wie du denkst. Dafür musst du vor allem auf deine Emotionen und Gefühle achten. Deswegen lohnt sich Achtsamkeit im Alltag (link) allemal. Gefühle werden durch verschiedenste Ereignisse ausgelöst. Wenn irgendetwas passiert, entsteht bei dir infolge dessen eine Emotion als Reaktion. Die Heftigkeit dieses Gefühls gibt dir einen Hinweis darauf, ob hier vielleicht ein Schatten dahintersteht und wie groß dieser ist. Erinnere dich dazu kurz an unser Wellenbild: Je höher der jeweilige Extrempunkt, desto krasser ist der Ausschlag ins Gegenteil.

Was macht dich besonders wütend? Über welche Menschen regst du dich maßlos auf? Welche Aussagen bringen dich sofort auf die Palme? Hast du fanatische Ansichten? Lebst du in Extremen? Genau solche Fragen sind gute Indikatoren auf einen möglichen Schatten.

Neben den aussagekräftigen Hinweisen gibt es auch leise Stimmen. Wenn dich z.B. ein guter Freund ermahnt, dass es Zeit ist etwas neues zu versuchen oder deine Eltern dich von einem Vorhaben abhalten. Das Unbewusste gibt dir auf vielen Wegen Informationen.

Das Resonanzgesetz oder „Warum bin ich umgeben von Trotteln und Versagern?“

Schwingung ist im Zusammenhang mit Resonanz das Zauberwort. Du befindest dich in einer einzigartigen Schwingung und reagierst nur mit Dingen, die dieselbe Schwingung haben. Andere Schwingungsbereiche sind für dich nicht erlebbar.

Bekannte Beispiele: Wo der Eine das Problem sieht, sieht der Andere die Chance oder wenn du nur aggressiv durch die Gegend läufst, wirst du dich sicher nicht an der Liebe eines vorbeigehenden Pärchens erfreuen können. Stattdessen wirst du mit dem Mann eher Streit anfangen, weil er dich “schief“ angeguckt hat. Und da du dich auf einer aggressiven Schwingung befindest, wird sich der Mann eventuell auf diese herablassen und handgreiflich werden, obwohl er gar nicht der Typ für so etwas ist. Wir sehen hier wieder, dass alles miteinander verbunden ist.

Das Resonanzgesetz ist ebenfalls allgegenwärtig. Deswegen wirkt es auch im Zusammenhang mit deinen Schatten. Sie manifestieren sich im Äußeren und du ziehst sie durch deine Resonanz wie magisch an. Falls du also deiner Meinung nach nur von Idioten umgeben bist, frage dich doch mal warum das so ist? Lauert da womöglich ein Schatten in deinem Unterbewusstsein und will es dir durch diesem Weg etwas mitteilen?

Bleib gespannt, im nächsten Teil gehe ich auf die Schattenarbeit genauer ein. Ich zeige dir warum du deine Schatten nicht unter den Tisch kehren solltest und wie du sie wieder integrieren kannst.

Marie sagt mir gerade in diesem Moment, dass ich essen kommen soll. Da ich jetzt bei meinem Extrempunkt für diesen Artikel angekommen bin, nehme ich mir die Zeit zum Entspannen beim Essen als meinen Gegenpol ;-).

Sonnige Grüße, Sascha

Photo #1: © Pablo Miranzo


Fallen dir Momente ein, bei denen deine Schatten sich stark reflektieren? Hast du dir darüber Gedanken gemacht? Lass es mich durch deine Kommentare wissen!

2 Responses
  • Jacqueline
    Juli 25, 2015

    Sehr schön erklärt. Danke dafür ..wo finde ich die Fortsetzung ? Grüße Jacqueline

    • GreenChakra - Sascha
      Juli 25, 2015

      Hallo Jacqueline,

      der nächste Teil existiert aktuell noch nicht. Danke für die Erinnerung! ;-)
      Wenn er geschrieben ist, wird er auch hier in diesem Artikel verlinkt.

      Grüße, Sascha

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